Weiter durchs Grüne
Ab ins Grüne.
Berge, exotische Pflanzen, viiiele Bananen, Wasserfälle, Schmetterlinge und wir als professionelle Schmetterlingsjäger, schmerzende Waden, ein bisschen kränkeln, Sonne und dann doch wieder Wolken, neue Entdeckungen…
Und so ging dann auch die Zeit in Kpalimé zu Ende und wir reisten noch einmal für ein paar Tage nach Lomé…
… in ein anderes Leben.
Ein Bekannter von einem Bekannten lud uns ein diese Zeit in seinem Villa-ähnlichen Haus in Lomé zu wohnen.
Von Plumpsklo, morgens Wasser aus dem Brunnen schöpfen, Eimerdusche, sich zu dritt in ein enges Bett oder auf den Boden quetschen, Essen was einem eben so über den Weg läuft hinein ins fremde Luxusleben mit einem Riesengästezimmer mit richtigem Badezimmer, einer Art Haushälter-Freundin des Gastgebers, die unaufgefordert dreimal am Tag dick kocht, einfach mal eben so unsere von den Wandertouren versauten Schuhe auf Hochglanz bringt, das Zimmer putzt und und und.
Und alles wie selbstverständlich.
Zwischendurch wird geshoppt, man promeniert sich, aalt sich am Strand, leert die letzten Überbleibsel des heiligen Aja-Guts und geht tanzen.
Auch das ist wohl Afrika.
Und ich ärgere mich immer noch, dass es nicht mehr funktioniert, Fotos hochzuladen…
Zurück….
Alles in allem war dieser Togotrip wohl keine super organisierte Togorundreise, bei der man in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu sehen bekommen hat.
Und trotzdem haben wir wohl einiges von Togo gesehen.
Und festgestellt: Eigentlich ist es genauso wie Benin. Vielleicht an manchen Stellen etwas abgewrackter, vielleicht an manchen Stellen aber auch ein wenig entwickelter, vielleicht an manchen Stellen ein wenig korrupter, vielleicht an manchen Stellen etwas grüner….
Und doch: Man lebt ein ähnliches Leben, man bekommt die gleichen Produkte zu kaufen, man isst ähnlich, man kommt sogar mit der beninischen Lokalsprache durch, weil alles eben so ähnlich ist.
Und so ging es nach einigen nervigen Formularen und Gesprächen mit dreisten Grenzbeamten wieder über die Grenze in die „Heimat“, wo sich die Equipe nach zwei Wochen innigen Zusammenhalts dann auch wieder trennte.
Konrad, unser Schlüsselchef und Sparfuchs, wieder ab in den Norden.
Peter, le grand frère und Verwalter, ganz zurück in die Heimat.
Und ich, Prinzessin und gleichzeitig Mama der Truppe, bin hier für meine letzte Zeit in Dogbo.
Große Schulferien. Viele verabschieden sich jetzt schon, weil sie in dieser Zeit in ihre Heimatorte zurückkehren. Die Armeen, Gruppen und Vereine marschieren heute zum Nationalfeiertag, ganz Benin feiert das 50jährige Unabhängigkeitsjubiläum. C´est la fête !
Und auf einmal ist August.
Und die Tage sind gezählt.