Da sind sie auch schon vorbei, die zwei Wochen im Toggoland.
Drei Yovos, drei Rucksäcke, eine Flasche original Aja-Dogbo-Sodabi und ein Haufen dummer Humor machten sich auf die recht ungeplante Reise, die dann auch von einigen Pannen, vor allem aber schönen und lustigen Erlebnissen geprägt war.
Das ganze lässt sich wohl am besten Etappenweise beschreiben.
Au revoir, la giraffe d´Allemagne !
Rucksäcke gepackt, Urlaub beantragt… dann natürlich Abschied nehmen von Dogbo. Für Peter, la giraffe, nicht nur für diese zwei geplanten Reisewochen, sondern endgültig.
So ging es an unserem letzten Abend in Dogbo nicht nur darum zu verfolgen, ob Spanien oder Holland den Cup davonträgt, sondern vor allem noch mal mit allen möglichen Freunden und Fans de la giraffe zu essen, trinken, feiern und natürlich letzte gemeinsame Fotos zu schießen.
Aus mir unerklärlichen Gründen kann ich aber immer noch nicht wieder Bilder auf den Blog laden. Je suis désolée.
L´équipe s´en va
Ab ins Buschtaxi zum nicht weit von Dogbo gelegenen Mono, der an der ebenfalls nicht weit von hier gelegenen Grenze zwischen Benin und Togo fließt.
Erst nach Cotonou fahren, das Visum dort in der Botschaft holen und dann direkt mit dem Bus rüberfahren? Langweilig. Umständlich.
Wir haben uns lieber hier um die Ecke in eine Pirogge gesetzt und uns über den Fluss nach Togo schippern lassen. Dumm nur, dass sich die beninischen Beamten auf der beninischen Flussseite geirrt und wir somit auf der togolesischen Flussseite kein Visum bekommen haben.
Da war die Equipe also in Togo. Ohne Visum.
„Brauchen wir überhaupt noch ein Visum? Wir sind doch schon da…“
„Na ich will das doch im Pass haben und zu Hause angeben!“
„Ganz ehrlich, mit dem Geld, das wir dabei haben, können wir auch ganz Togo bestechen…“
Die Vernunft hat gesiegt und wir sind eben doch noch runter in den Süden zur großen Grenze zwischen Benin und Togo gefahren, um ein Visum zu holen. Das war dann aber immer noch nicht das, was wir für 2 Wochen benutzen konnten….Fortsetzung folgt.
Und so ging es erst mal nach Togoville, verschlafenes Dorf am nördlichen Ufer des Lac Togo.
Was es dort gab? Laut Reiseführer ein Haufen Kultur und Vodoo. In der Realität: Eigentlich nichts. Und trotzdem hat uns sofort jemand ins „Maison Royale“ geführt und uns Ewigkeiten vertröstet, der Prinz würde gleich kommen. Aha, na wenn es einen Prinzen gibt, der uns zu sich einlädt, da sagt man doch nicht nein…
Als nach einer Stunde warten der mysteriöse Prinz immer noch nicht aufgetaucht war, sämtliche andere Typen sich ebenfalls als Prinz ausgegeben („mais il a beaucoup des frères, le prince!“) und dabei unseren Schnaps getrunken haben und uns dann auch noch eine überteuerte Unterkunft andrehen wollten, haben wir dann auch gemerkt, dass es wohl besser sei zu gehen. Wohin? Keine Auberge, nur ein entlegenes überteuertes Hotel… aber ein netter Priester, der uns mal eben im Kloster beherbergt, das letztendlich besser ausgestattet war als die meisten öffentlichen Unterkünfte.
Offenheit, gutes Essen und Gastfreundschaft: Auch in Togo trifft man einfach mal so auf gute Menschen.